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Bach will eSport vorerst nicht ins olympische Programm aufnehmen

IOC-Präsident Thomas Bach hat eine baldige Aufnahme von eSport in das olympische Programm vorerst entschieden zurückgewiesen.

„Es wird noch einige Zeit dauern, bis wir eine Reihe von offenen Fragen beantwortet haben“, sagte der 64-Jährige auf einer Pressekonferenz vor dem eSport-Forum in Lausanne. „Bis dahin macht es keinen Sinn, über die Aufnahme ins olympische Programm zu sprechen. Mein Nachfolger wird die Möglichkeit haben, diese Entscheidung zu treffen.“

Bach könnte 2021 nochmals für weitere vier Jahre als IOC-Präsident wiedergewählt werden könnte. Demnach könnte eSport wohl frühestens 2028 bei den Spielen in Los Angeles ins Programm aufgenommen werden.

Man sieht einige gemeinsame Werte zwischen eSport und den traditionellen Sportarten. Die Leidenschaft ist eindeutig das, was uns zusammenbringt. Wir müssen diese zentralen, gemeinsamen Werte richtig identifizieren und von dieser Position aus weitermachen.“

Bach untermauerte aber auch erneut die ablehnende Haltung des Internationalen Olympischen Komitees gegenüber den sogenannten „Killerspielen“.

„Wir haben eine rote Linie, wenn es um eine Aktivität geht, bei der es um die Verherrlichung von Gewalt oder Diskriminierung geht. Die kann nicht überschritten werden. Da sind wir uns absolut klar.“

Bei dem zweitägigen Austausch zwischen IOC, Vertretern von eSport Unternehmen und Sportlern geht es um eine Annäherung sowie die Frage, ob eSport olympisch werden soll. Mit dabei sind unter anderem drei deutsche FIFA eSport-Profis: Tim „Latka“ Schwartmann von Schalke 04, Timo „TimoX“ Siep vom VfL Wolfsburg und Kai „deto“ Wollin von Manchester City.

Hans Jagnow, Präsident des eSport-Bundes Deutschland, war nach dem Event zufrieden. „Der internationale Charakter dieses Treffens hat viel Eis aufgebrochen und zu einer sehr konstruktiven Gesprächsatmosphäre geführt, die sich auf die Gemeinsamkeiten zwischen der olympischen Bewegung und eSport konzentriert hat. Die Frage, ob eSport eine Sportart ist, kam aufgrund der vielen offensichtlichen Gemeinsamkeiten gar nicht mehr zur Sprache. Wir haben mit viel Respekt und auf Augenhöhe miteinander gesprochen.“

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