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Der Traum einer echten eSport Bundesliga in Deutschland

Cihan Yasarlar, FIFA 18 eSportler bei RB Leipzig, träumt von einer parallel zur Fußball-Bundesliga laufenden Spielserie und einer vollen Arena.

Unrealistisch sind solche Ideen nicht, bestätigt Felix Falk, Geschäftsführer von „game“, Verband der deutschen Games-Branche. Er geht mit Blick auf die NBA und die Asien-Spiele 2022, sogar noch einen Schritt weiter:

„Um die digitale Generation zu erreichen, öffnen sich immer mehr Wettbewerbe dem digitalen Sport. Diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren noch beschleunigen.“

Der eSport-Markt ist einer der am stärksten wachsende Märkte weltweit, auch wen Cihan seit seinem Wechsel von Schalke nach Leipzig kaum eine Veränderung gespürt hat. Aktuell wohnt er immer noch in Berlin und ist nur sehr selten in seiner neuen sportlichen Heimat. Erst in den letzten Wochen hat sich was getan. Im Dezember hat er erstmals im Leipziger Trainingszentrum Tests absolviert. Dazu hat er von einem Athletiktrainer Trainingspläne und Ernährungstipps bekommen.

Cihan lässt sich gerne von den realen Kickern inspirieren, so nutzt er die von Ralph Hasenhüttl genutzte 4-2-2-2-Formation, um seine Gegner auszukontern:

„Wenn ich auf dem Rasen eine Formation sehe, die ich noch nicht gespielt habe, dann versuche ich es auch bei FIFA umzusetzen. Und gezielt schaue ich mir auch das Verhalten von Einzelspielern an.“

In einem Beitrag der „Süddeutschen Zeitung“ heißt es, der 24-Jährige verdiene einen „niedrigen sechsstelligen“ Betrag im Jahr. Mit ihm soll das Thema eSport Fahrt aufnehmen. Und mit eSportlern will RB Leipzig die junge Zielgruppe der 13- bis 30-Jährigen besser erreichen.

DFB-Sportdirektor Robin Dutt, der inzwischen als Berater im Bereich eSports tätig ist, äußert sich wie folgt zu dieser Thematik: „Wir brauchen uns nicht zu wundern, wenn die Unter-30-Jährigen bald nicht mehr ins Stadion kommen. Junge Leute leben heute in einer anderen Welt, fast einer Parallelwelt. Da müssen wir alle über den Tellerrand hinausschauen.“

Bei einem Interview im Presseraum des Trainingszentrums schlägt der Noch-Berliner vor aus dem PResseraum einen eSport-Raum zu machen: „Wenn ich mal Lust habe, könnte ich vorbeikommen, um meine Spiele hier zu machen. So etwas wird kommen. Denn bei RB legt man viel Wert auf bestmögliche Bedingungen.“

Yasarlars Traum eines vollen eSport-Stadions soll innerhalb von zwei, drei Jahren wahr werden, glaubt er.

„Es ist eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die anderen Bundesliga-Vereine einsteigen.“

Quelle: Mitteildeutsche Zeitung


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