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eSport wird nun auch in Lübbecke betrieben

Der eSport ist weltweit im gigantischen Wachstum, aber nicht nur bei den großen Vereinen. Auch der HSC Alswede springt auf diesen Zug auf.

„eSport ist eine Sparte, der man sich heutzutage nicht mehr verschließen kann“, ist Raphael Etzold, 2. Vorsitzender des HSC Alswede, überzeugt. „Niemand kommt daran vorbei. eSport ist die Zukunft.“

„Wir sind ein kleiner Dorfverein. Wir haben Schwierigkeiten, die Jugend für uns zu gewinnen“, sagt Etzold im Gespräch mit der Neuen Westfälischen. Deshalb fragten sich Patrick Brüls und er, wie sie Jugendliche wieder für das Vereinsleben begeistern und Nachwuchs generieren können. „Heutzutage sitzen viele nun mal zu Hause vor der Konsole.“

So entstand die Idee, die neue Sparte „eSport“ zu gründen: „Mit unseren professionellen Ambitionen sind wir im Lübbecker Raum ein absoluter Vorreiter“, sagt Etzold.

Dass der HSC Alswede mit der Gründung den richtigen Weg eingeschlagen hat, bestätigte sich schnell: „Für unser internes Qualifikationsturnier haben wir bereits 24 Anmeldungen erhalten. Das empfinde ich als sehr positiv. Der Altersdurchschnitt liegt bei etwa 20 Jahren.“

Der HSC Alswede möchte sich auf FIFA 19 konzentrieren. „Wir sind ein fußballdominierter Verein, da lag das nahe.“ Trotzdem sei man je nach zukünftiger Entwicklung für weitere Spiele durchaus offen. „Da wir jugendfrei bleiben wollen, wird es keine Ballerspiele geben“, erklärt Etzold. Der Fokus des Vereins wird auf sportliche Spiele gerichtet sein. „eSport wird zum Sport, wenn er in einer gewissen Umgebung stattfindet. Es geht um Zusammenhalt und auch um Teamgeist.“

Eine anfängliche Skepsis gegenüber der Sparte – insbesondere von älteren Mitgliedern, die mit eSport bisher nicht viel anfangen konnten – sei schnell verflogen gewesen.

„Der Vorteil ist, dass die Jugendlichen zu uns in den Verein kommen und nicht mehr allein zu Hause vor dem PC hocken.“ Das gängige Vorurteil, eSportler würden nicht mehr als die Daumen bewegen, kann Etzold nicht bestätigen. „Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass PC- und Konsolen-Spiele durchaus anstrengend sind.“

Das Ziel des Vereins ist es, eSport im Kreis zu etablieren und noch mehr Vereine mit dem Fieber anzustecken. „Wir würden gerne einen Lübbecker Fifa-Cup ins Leben rufen, der im Winter oder in der ersten Hälfte 2019 ausgetragen wird. Natürlich geht es auch ums Gewinnen. Das merkt man während eines Spiels sehr schnell.“  

Bei dem Qualifikationsturnier am Donnerstag hofft Etzold auf ein volles Vereinsheim und eine lustige Atmosphäre, wie er selbst sagt. „Ich möchte, dass alle Beteiligten hinterher sagen, dass das eine tolle Sache ist.“ Mit Emre Salgin konnte der HSC Alswede einen motivierten eSport-Obmann gewinnen. „Er kennt sich mit der Materie bestens aus. Er beherrscht FIFA 19 und hat sich bereits Gedanken gemacht, wie er zukünftige Trainings gestalten könnte.“ Es werde Spiele mit- und gegeneinander geben. „Bei FIFA 19 können wie beim richtigen Fußball Spielzüge einstudiert werden.“

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